50 Der Burgundiſ che Poſiun.
Feder; unſer Schulmeiſter hat ſie mir vor einem Jahre geſchnitten.
— Danke!
— Wollen Sie vielleicht einen Brief an Ihre Ge⸗ liebte ſchreiben?
— Was kuͤmmert Dich das? antwortet n Jean⸗Marie.
— Nun, ich meine bloß—
Jean⸗Marie hat ſich an einen Tiſch geſetzt und will zu ſchreiben beginnen. Als er ſieht, daß die neugierige Koͤchin hinter ihm ſtehen bleibt, ergreift er ſeine Peitſche und treibt bis an die Hausthuͤr die Laſtige, die eiligſt und ſchleunigſt im Hauſe verſchwindet. Jean⸗Marie kehrt zu ſeinem Tiſche zuruͤck und ſchreibt folgenden Brief:
„Ich richte dieſe Zeilen an Sie, um mich nach Ihrem „Geſundheitszuſtande zu erkundigen und Ihnen anzuzeigen, „daß es mit den Vermoͤgensumſtaͤnden unſers Wohlthaͤters „ſehr ſchlecht ſteht. Er kann uns zu unſter Einrichtung „nichts geben, und deshalb wird unſte Verbindung eine „hoͤchſt ungluͤckliche werden. Dies Alles erwaͤgend, habe ich „mich entſchloſſen, Ihnen auf ewig Lebewohl zu ſagen und „meine Wuͤnſche fuͤr Ihr Gluͤck zum Himmel zu ſenden. „Jean⸗Marie Robert.“
Nachdem der Poſtillon dieſen Brief vollendet hat, legt


