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Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
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48 Der Burgundiſche Poſtillon.

— Vorwaͤrts, beeile Dich, Schwaͤtzer, ſpricht der Poſtillon, und verſetzt ihm ein paar derbe Peitſchenhiebe vor den Allerwertheſten, die den Stallknecht an ſeine unan⸗ genehme Lage hinter dem Baume erinnern.

Galopin hat ſich entfernt.

Des Poſtillons kindliches, noch unverdorbenes Gemuͤth iſt tief ergriffen. Der Gedanke, daß ſein Wohlthaͤter Elend, vielleicht Schande auf ſich laden will, um ſein Gluͤck nicht zu zerſtören, hat ihn in tiefe Ruͤhrung verſetzt.

— Mein Gott! mein Gott! ruft er verzweiflungsvoll aus, wie ſoll ich ihm dies großmuthige Benehmen jemals vergelten?!

Erſchoͤpft, mehr von dem was er ſo eben gehoͤrt und von dem Kampfe in ſeinem Innern, als von der Reiſe die er zuruͤckgelegt, ſinkt er auf eine Bank nieder. Tauſend Plaͤne, ſeinen Wohlthäter zu retten, durchkreuzen ſeine Ge⸗ danken, doch alle ſcheinen ihm nicht ausfuͤhrbar. Nach einigen Augenblicken finſtern Nachſinnens ſpringt er ploͤtzlich auf und ſpricht leiſe vor ſich hin:

— Wie, Jean⸗Marie, Du kannſt noch waͤhlen? Geht der Greis Dir nicht mit edelm Beiſpiele voran? Nein, nicht er ſoll das Opfer werden, ich will es ſein! Ich werde mich fuͤr ihn opfern! Aber Deniſe— Deniſe, die mich ſp zaͤrtlich liebt—! Doch es gilt die Rettung ihres und