46 Der Burgundiſche Pvoſtillon.
— O der brave, edle Mann! ruft Jean⸗Marie in hoͤchſter Ruͤhrung aus.
— Es iſt um ſo achtungswerther von ihm, daß er dieſe Partie fuͤr Mamſell Deniſe ausſchlagt, weil er durch dieſe Heirath ſeine Vermogensumſtände wiederherſtellen koͤnnte und ohne ſie ruinirt iſt.
— Wie, ruinirt?
— Man ſpricht ſogar in der ganzen Gegend, daß ſein ganzes Vermoͤgen nicht hinreicht, ſeine Schulden zu bezahlen, und daß man ihm eine freie Wohnung anweiſen wuͤrde, fuͤr die er zwar keinen Miethzins zu zahlen habe, die aber dafur ſtockfinſter ſei.
Wuͤthend vor Zorn ergreift der junge Poſtillon den Stallknecht bei beiden Schultern und ruft ihm mit ſtarker Stimme in's Geſicht:
— Wo ſind die Elenden, die ein ſolches Geruͤcht zu verbreiten wagen? Ein alter Soldat, der die Ehre und Rechtſchaffenheit ſolbſt iſt, wird keinen ſeiner Glaͤubiger be⸗ vortheilen. Er wird ſie bezahlen, ſage ich, bis auf den letzten Sou!
Galopin buͤckt ſich und entwindet ſich, ein ſcheußliches Geſicht ſchneidend, den kraͤftigen Faͤuſten des erbitterten jun⸗ gen Mannes, mit den Worten:


