Der Burgundiſche Poſtillon. 43
muß wohl einen ſolchen Knalleffect bei ihm hervorgebracht haben, denn ſitzend ruft er aus:
— Das iſt ſchoͤn von unſerm Vater Chaillou, das iſt brav! Ja, Vater Chaillou, Du biſt ein dreifach braver Mann und beſitzeſt meine ganze Achtung! Dos nenne ich einen Zug! Doch, jetzt will ich in den Stall gehen und andre Kleider anziehen, ſo kann ich nicht bleiben!
Bei den letzten Worten tritt Jean⸗Marie in das Thor, der von ſeiner Fahrt heimkehrt.
— Haſt Du ein gutes Trinkgeld erhalten? ruft ihm Galopin entgegen.
— Das will ich meinen, antwortet Jean⸗Marie. Und außerdem Liebkoſungen, Schmeicheleien und Verlockun⸗ gen, die gar nicht enden wollten.
— Das wundert mich nicht, faͤhrt der Stallknecht fort, Du biſt auch gar zu hubſch in Deinen gekollerten Reit⸗ hoſen! Bei mir iſt das etwas Andres; ich habe zwar ein hubſches Geſicht, das iſt wahr, aber meine Beine ſind zu lang. Ich habe von meinem Vater nur Beine und weder Waden noch Schenkel geerbt, aus dem einfachen Grunde, weil er auch keine hatte. Na, was nicht iſt, kann noch werdenz. die Stellen dazu ſind. vorhanden. 2
— Als wir die Pferde wechſelten, nimmt Jean⸗Marie wieder das Wort, fragte ſie mich, ob ich verheirathet ſei.


