42 Der Burgundiſche Poſtillon.
Jetzt kann ſich Deniſe vor Freude nicht mehr halten, ſie wirft ſich ihrem greiſen Vater an den Hals und ruft:
— O, mein Vater! Sie werden gewiß niemals un⸗ gluckich werden! Ich habe Muth und mein Jean⸗Marie auch; wir wollen Beide ſo fleißig arbeiten, daß ſich Ihr Loos guͤnſtig geſtalten muß!
— So iſt es Recht, ſpricht Chaillou, kuͤßt ſeiner Tochter Stirn und ſchließt ſie in ſeine Arme; ſo iſt es recht, damit bin ich einverſtanden; weder von Herrn Cla⸗ rendon noch von ſeinem Vermoͤgen ſoll je wieder die Rede unter uns ſein, und damit wir nicht in die Verſuchung ge⸗ rathen, unſern Entſchluß zu aͤndern, will ich auf der Stelle den Notar unſtes Dorfes beſtellen und meinen Poſten nebſt allem Zubehoͤr zum Kauf ausbieten laſſen. Folge mir in das Haus, mein Kind, und hilf mir das Inventarium mei⸗ ner Mobilien anfertigen.
Deniſe ergreift den Arm ihres Vaters und fuͤhrt ihn in das Wohnhaus. Kaum haben Vater und Tochter ſich entfernt, ſo fallt der Stallknecht Galopin, dem die Arme lahm werden, wie ein Mehlſack zur Erde. Iſt es Zufall oder eigne Geſchicklichkeit des Hartbedraͤngten— kurz, er faͤllt auf einen Theil ſeines Körpers, der eigentlich zum Sitzen eingerichtet iſt, und jetzt empfindet er erſt, welchen Eindruck das Geſpraͤch auf ihn gemacht hat. Die Freude


