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Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
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Der Burgundiſche Poſtillon. 39

Schmerzlich bewegt, mit Thraͤnen in den Augen, ſteht Deniſe da. Ihre Bewegung verraͤth einen innern Kampf, deſſen raſche Entſcheidung das Ungluͤck ihres Vaters aber herbeizufuhren ſcheint; dann plotzich faͤhrt ſie aus ihrem Nachſinnen empor und ſieht ſich um, ob auch Niemand zugegen ſei, der das, was ſie dem Greiſe ſagen will, horen koͤnne. Sie erblickt Galopin, der eben das letzte Stuͤck ſeines großen Brodes ſorglos in den Mund ſchiebt.

— Galopin, ſpricht bittend das liebliche Maͤdchen, zieht Euch ein wenig zuruͤck, mein guter Freund, ich habe mit meinem Vater zu reden.

— Gern, Mamſell Deniſe, antwortet grinſend und kaͤuend der Stallknecht. Dann ſtellt er ſich hinter einen Baum und kehrt, als Vater und Tochter das Geſpraͤch be⸗ gonnen, neugierig lauſchend, wieder zuruͤck.

Deniſe ergreift freudig bewegt die Hand ihres Vaters und ſpricht:

— Voater, ſeien Sie nicht mehr traurig! Wenn Sie wollen, kann ſich Ihre Lage plotzlich umgeſtalten, Ihre Schulden werden alle bezahlt und Sie koͤnnen mit Ehren Ihren Poſten behalten.

— Wie, Deniſe— erklaͤre Dich naͤher!

— Es iſt nichts weiter noͤthig, als daß Sie zu mir ſagen: