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Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
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Der Burgundiſche Poſtillon. 3¹

Ihnen zu ſchaffen! Es iſt wahr, ich taͤndle und lache gern; Sie muͤſſen aber bei dem kleinſten Scherze nicht gleich ſo exaltirt werden!

— O ja, ich weiß, daß die Franzoͤſinnen Alles, was die Liebe betrifft, Scherz nennen; wir Engländer behan⸗ deln dies Capitel aber ernſthafter. Wer kann mir beweiſen, daß Sie mich nicht betrogen haben?

— Dieſe Aeußerung koͤnnte mich beleidigen; da Sie aber Ihres Verſtandes nicht maͤchtig ſind, verzeihe ich Ihnen.

— Ich aber, Madame, verzeihe nicht. Ich habe mir die Sache reiflich uͤberlegt. Ich will nur eine Frau lieben, die mit der Liebe keine Spielereien treibt.

— Steht dieſer Entſchluß feſt?

— Unwiderruflich— der Beweis ſei, daß ich mich verheirathe.

Madame Devilles Redefluß geraͤth bei den letzten Worten des Englaͤnders in's Stocken. Sie ſteht da wie Jemand, dem ein Lieblingsplan plötzich zerſtört iſt. Nach einem Augenblick faßt ſie ſi aber wieder, ohne jedoch ihre Ueberraſchung ganz verbergen zu koͤnnen, und fragt in einem ſpottiſchen Tone:

— Wie, Sie wollen ſich verheirathen?

— Ja, Madame, das will ich! war die ruhige Ant⸗ wort des Engländers.