30 Der Burgundiſche Poſtillon.
Nach Ihrer Gewohnheit, als ein wirklicher Touriſt, reiſ ten Sie ohne Gefolge, ſelbſt ohne irgend einen Bedienten, und die Kleidung, die Sie damals trugen und welche, wenn ich nicht irre, heute noch dieſelbe iſt, war in der That nicht geeignet in Ihnen den General Grafen von Clarendon an⸗ zukuͤndigen. Mit einem Worte, wir durchreiſten in der lie⸗ benswuͤrdigſten, unſchuldigſten Unbefangenheit einen Theil Frankreichs, und nach einer ſechsmonatlichen wirklich ange⸗ nehmen Verbindung— wenigſtens fuͤr mich— verlaͤßt mich der Herr in einer ganz fremden Stadt. Bei Gott! Ein ſolches Verfahren iſt ein unwuͤrdiges, und ich muß Ihnen geſtehen, daß ich mich in Ihnen gewaltig getaͤuſcht habe.
— Dann haͤtten wir uns beide getaͤuſcht, faͤhrt der Graf ruhig fort; denn ich hoffte in Ihnen eine fuͤr Liebe empfaͤngliche Perſon zu finden, traf aber nur ein Weib an, das ſich uͤber mich und meine Liebesplagen luſtig machte. Als ich ſah, daß meine Liebe nicht erwiedert wurde und ein längeres Beiſammenſein mit Ihnen nur Wuͤnſche erzeugte, Le. nict beficigen lauteWabe ð mi auf und da⸗ vongemacht.
— Die Eiferſucht hat Sie wohl ein wenig verwirrt gemacht, entgegnet die Schoͤne mit einem feinen Laͤcheln. Vielleicht macht der kleine Vicomte in den carrirten Hoſen


