14 Der Burgundiſche Poſtillon.
— Ach, das iſt nicht noͤthig! Ich weiß ſchon, wie man einen Wagen umwirft. Wenn mir jetzt einer unter die Haͤnde kaͤme, der nur dreifig Sous bezahlt— ich wollte ihn ſchon fahren!
Galopin geht bei den letzten Worten in den Poſtſtall und Jean⸗Marie geht dem Wirthshauſe zu.
Ehe er noch die Thuͤr erreicht, erſcheint Deniſe in der⸗ ſelben, die Adoptiv⸗Tochter des Poſthalters Chaillou.
Das wunderhubſche Maͤdchen, ungefaͤhr achtzehn Jahre alt, nähert ſich dem Poſtillon mit freundlichen Worten.
— Guten Morgen, Jean⸗Marie, ſpricht ſie; ich habe Sie reden hoͤren— deshalb komme ich heraus.
— Ach, wie gut ſind Sie, Mamſell Deniſe! Ihre Liebe macht mich unendlich Kluͤckich!
— Sie verdienen meine Liebe, weil Sie ein wackrer junger Mann, ein tuͤchtiger Arbeiter ſind, der nicht in die Wirthshaͤuſer geht, wie ſo viele Andre.
— Das iſt meine Pflicht. Wenn Jemand nur ſeine Pflcht erfuͤllt, ſo hat er kein Verdienſt.
— und ſind Sie meinem Pflegevater nicht mit kind⸗ licher Zaͤrtlichkeit zugethan?
— Ach ja— wrer ſollte auch den guten Herrn Chaillou nicht lieben! Als er die Armee verlaſſen und auf dem Schlachtfelde bei Waterloo meinen braven Vater hatte
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