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Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
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Der Burgundiſche Poſtillon. 15

ſterben ſehen, hat er ſich des armen verwaiſ'ten Knaben nicht angenommen, hat er mich nicht erzogen und mich ſeinem Stande gewidmet? Macht er mich nicht jetzt zum glͤcklichſten aller Menſchen, da er mir die Hand ſeiner lie⸗ benswuͤrdigen Adoptiv⸗Tochter geben will?

Wenn ich ihn fuͤr dieſe Guͤte nicht lieben wollte, muͤßte ich ja kein Herz in der Bruſt haben und, dem Himmel ſei Dank! dem Jean⸗Marie hat das nie gefehlt.

Bei dieſen Worten gluͤhen die Augen des jungen Poſtillons; der Ton ſeiner Stimme iſt zwar bewegt und eine Thräne rollt ſeine braune Wange herab aber es iſt die Freude, die Dankbarkeit, die ihn bewegt, denn Leiden preſſen dem Manne keine Thränen aus; er traͤgt ſie muthvoll, wie es einem Manne geziemt!

Auch in dem Auge des jungen Madchens erglänzt eine Thraͤne der Freude, als es Jean⸗Marie ſo ſprechen hoͤrt. Geruͤhrt ergreift Deniſe ſeine Hand und ſpricht:

Auch wenn wir verheirathet ſind, werden wir unſern guten Vater nie verlaſſen.

Ihn verlaſſen! entgegnet der Poſtillon. Nimmermehr! Wir ſorgen fuͤr ihn und pflegen ihn; und wenn er einmal recht alt iſt und ihm das Gehen ſchwer faͤllt, ergreifen wir Beide ſeine Arme, fuhren ihn und dienen