Der Burgundiſche Poſtillon. 13
Der Reiſende zittert in ſeinem Wagen und ruft: Sie werfen mich um!
Du antworteſt ganz ruhig: Sie haben mir ja geſagt, daß Sie Eile haͤtten!
Kommſt Du nun in die Naͤhe eines Drtes⸗ wo ein Stellmacher wohnt, dann ſuchſt Du Dir irgend ein Loch oder einen großen Stein, faͤhrſt im Galopp daruͤber hinweg, und krack— liegt die Achſe zerbrochen!
Das iſt ein Ungluͤck, welches ſchon haͤufig vorge⸗ kommen iſt.
Der Stellmacher, der den Wagen ausbeſſert, druckt heimlich dem Poſtillon ein Trinkgeld in die Hand— der Reiſende iſt wuͤthend— aber was thut's? Der Herr will raſch fahren, aber kein Trinkgeld n z das iſt nicht gut moͤglich!
Jetzt praͤge meine Lection Deinem Gedaͤchtniſſe ein, befolge ſie, und Du kannſt noch ein guter Poſtillon werden.
— Gut, das will ich thun, antwortet Galopin ver⸗ gnuͤgt; man laſſe mich nur fahren, ich will ſchon dafoͤr ſorgen, daß die Achſe zum Teufel geht.
— Jetzt, Galopin, entferne Dich; ich habe mit Deniſe zu reden. Heute Abend ſprechen wir uns wieder, dann nehmen wir die Regeln noch einmal durch.


