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Der Burgundiſche Poſtillon.
dem Wirthshauſe ſchaut, tritt ein junger Mann, mit einer Blouſe angethan, hinter der großen Laube hervor.
Schon ſein Gang bekundet einen raſchen, gewandten jungen Mann. Obgleich auf dem Lande geboren und er⸗ zogen, hat ſeine ganze Erſcheinung dennoch ſo etwas Edles, daß man einen feingebildeten Staͤdter unter der Blouſe ver⸗ muthen ſollte.
Ueber ſeine Geſichtsfarbe laͤßt ſich nichts ſagen, denn das Geſicht iſt von der Sonne ſo verbrannt, daß ſie für den Augenblick braunroth iſt.
Soviel laͤßt ſich aber bemerken, daß ſeine Zuͤge nicht haͤßlich ſind.
Da er raſch und ohne zu ſingen hinter der Laube hervorgetreten iſt, ſteht er dicht hinter dem nach dem Hauſe hinſtarrenden Galopin. Ein derber Schlag auf die Achſei weckt dieſen aus ſeinen Betrachtungen, falls er ſolche an⸗ geſtellt hat, und eine kraͤftige friſche Stimme ruft ihm zu;
— Galopin! Du ſtehſt ja da wie ein Meilenzeiget! Warteſt Du auf Tapotte, Duckmaͤuſer?
Mit der einen Hand nach der geſchlagenen Achſel grei⸗ fend, wendet ſich der Stallknecht um, und mit vrilh Miene ſpricht er:
— Sie war ſo eben hier. Ich wollte mit ihr ein we⸗ nig plaudern, wie Du wohl mit Mamſell Deniſe zu thun


