Der Burgundiſche Poſtillon. 5
ſeinen Gefuͤhlen Luft gemacht haͤtte, dies Lachen wuͤrde wahrlich auf etwas Andres haben ſchließen laſſen.
Aeußerſt galant fullt das Madchen das Glas mit Branntwein und ſpricht:
— Ah, Sie ſind es, Herr Galopin! Man darf ſich uber dieſe Anrede eines Landmaͤdchens nicht wundern, denn die Burgunderinnen gehen mit den Burgundern nicht anders um. — Ja, ich bin es, liebe Tapotte, antwortet Herr Ga⸗ lopin,— ich, der Sie liebt!
In dieſem Augenblcke ſieht er, daß das Glas nicht ganz voll iſt; zaͤrtlich, wie zuvor, und ſo gut es ihm mög⸗ lich iſt, faͤhrt er fort:
— Ganz voll!
— Nein, nein, Sie duͤrfen nicht ſoviel ltrinken, damit Sie bei Verſtande bleiben und Ihre Thiere gehoͤrig ver⸗ ſorgen koͤnnen.
— Tapotte, ich ſchmeichle mir, meine Thiere immer gut zu verſorgen; wer es nicht glauben will, kann Sie nur fragen— nicht wahr, Sie wiſſen es?
— Ich weiß auch, daß Ihr Herr in einem Fihre funfzehn Pferde verloren hat.
— Aber nicht durch meine Schuld! Das Viehzeug hat den Schnupfen gehabt! Haͤtte man den Pferden


