Der Burgundiſche Poſtillon. 3
Stoͤhnend und von Schweiß triefend tritt er in den Hoftaum und ruft laut aus: „Endlich iſt die Pferde⸗Toilette beendet! Ein Dutzend Pferde habe ich beinahe kreuzlahm geſtriegelt, und ich bin das dabei ſelbſt geworden! „Jetzt ſoll mir Jemand ſagen, daß ich faul bin! Es iſt wahr, wenn ich fuͤnf Minuten gearbeitet habe, muß ich* eine halbe Stunde ruhen; aber meine Arbeit iſt doch„ gethan. 5 „Wenn ich nicht irre, ſtellt ſich mit dieſem Augenblick wieder ſo eine halbe Stunde ein— die will ich aber auch benutzen, um dort in der Schenke ein Glas Branntwein zu trinken. Ach! ich liebe den Branntwein zaͤrtlich!“. Bei den letzten Worten ſchreitet der junge Mann ℳ träͤg uͤber den Platz, nähert ſich der Hausthüt der Schenke und ruft hinein: „Mamſell xapotte En Glas Branntwein!“ Dann ſinkt er auf eine Bank, die nebſt einem Tiſche vor dem Hauſe ſteht und von dem dichten Laube einer Buche beſchattet wird. Ein kraftiges, geſundes Bauermaͤdchen mit hoch aufge⸗ S ſtreiften Hemdeaͤrmeln tritt aus der Thuͤr der Schenke. Ihr Geſicht gleicht einem Borsdorfer Apfel, nur mit dem
Unterſchiede. daß jener einen Stiel hat. dieſe icht


