Teil eines Werkes 
2. Theil (1836)
Entstehung
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ga, du biſt meine Tochter, von der ich bis heute nichts wußte; du biſt die Frucht meiner zaͤrtlichſten Liebe; Jacob allein kennt dies Geheimniß. Armes Kind, ſo viele Jahre haſt du in der Armuth ge⸗ ſchmachtet, vergebens nach dem Namen deiner Eltern gefragt. Ach, komm, komm an mein Herz! Durch alle meine Liepkoſungen, meine Pflege, werde ich dich doch niemais fuͤr achtzehn Jahre gaͤnzlicher Verlaſſenheit entſchaͤdigen können!

Der Graf preßt ſie von neuem an ſein Herz. Emma theilt die Freude ihres Onkels; ſie kuͤßt Magdalenen mit Ruhrung und ruft: Ich werde dich

wie eine Schweſter lieben!

Magdalene wagt es kaum, an ihr Gluck zu glau⸗ ben; aber bei aller Freude ihres Herzens iſt ſie uͤber den Tod Armands nicht gleichgültig; ſie entwindet ſich den Armen des Grafen und bittet: Erlauben Sie nur, daß ich die Thraͤnen ſeiner armen Schwe⸗ ſter trocknen darf.

Aus Achtung ſuͤr den Schmerz der Frau v. Noir⸗