Teil eines Werkes 
2. Theil (1836)
Entstehung
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ihre Lippen vermoͤgen nicht mehr zu laͤcheln; ſie verbirgt ſich ſelbſt die Urſache ihres übels nicht mehr; ſie liebt, und zwar mit ganzer Kraft ihrer Seele, mit all' der Zartheit und Vergoͤtterung, die ein Maͤdchen von 18 Jahren fuͤr den erſten Gelieb⸗ ten ihres Herzens nur zu bewahren vermag. Eine Zeitlang hatte ſie ſich geſchmeichelt, daß dies Ge⸗ fuͤhl, was gegenwaͤrtig ihr ſo viele Schmerzen ver⸗ urſacht, getheilt werde, daß Victor ſie nicht mit Gleichgultigkeit betrachte; man taͤuſcht ſich ja ſo leicht uͤber ſeine Wuͤnſche, und nur mit Wehmuth entſagt man ſeinen ſuͤßen Taͤuſchungen; ſeit einiger Zeit aber hat ſie ihren Irrthum erkannt; ſie be⸗ merkt, daß Victor ſie nicht mehr aufſucht, daß, wenn ſie zuſammentreffen, er ihr kaum antwortet; daß er zerſtreut, von fremden Gedanken erfuͤllt iſt, daß er ſie ſogleich verlaͤßt, ſobald er Frau v. Noir⸗ mont gewahr wird; ja, daß er weder ihre Schwer⸗ muth noch die Veraͤnderung in ihrem Geſichte be⸗ merkt.