Teil eines Werkes 
2. Theil (1836)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

20 S

ſie Ihnen nur Kummer verurſachen, Sie ſehen alſo, es iſt beſſer, wir behandeln alles nur wie einen Scherz. Ach, gnädige Frau, fuͤhlten Sie, wie ich, Sie koͤnnten ſo nicht ſprechen. Ich finde, der traurige Zuſtand in der Welt iſt Gleichguͤltig⸗ keit Iſt das Herz ohne lebhafte Neigung, dann beſchaͤftigt, dann intereſſirt uns nichts, alles lañgweilt uns, alles iſt uns gleichguͤltig; man biete uns eine Promenade, ſonſt ein Vergnuͤgen an, alles nehmen wir mit derſelben Ruhe hin! .. Wir haben nichts zu wuͤnſchen, nichts zu hoffen. Daſſelbe Gefuͤhl begleitet uns heut wie

morgen, wir leben am Morgen, wie den Abend

vorher;. aber heißt das Leben! iſt das nicht vielmehr ein bloßes Vegetiren? Aber die Liebe feſſele unſer Herz, und glles iſt mit einem Male

anders; alles erſcheint uns in einem heiteren Lich⸗

te; in den gewoͤhnlichſten Lebensbeſchaͤftigungen finden wir Vergnuͤgen, denn wir verbinden damit den Gedanken an unſere Liebe, an den Gegenſtand