Teil eines Werkes 
2. Theil (1836)
Entstehung
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Kleinigkeiten zu erkennen giebt, dieſe Befangen⸗ heit, dieſe Unruhe, welche man in Gegenwart des geliebten Gegenſtandes empfindet, alles dieſes ſei der ſuͤßeſte Zuſtand der Liebe.... Warum beeilt man ſich denn ſo, ihn abzukuͤrzen? warum ſehnt man ſich nach einem Ende, das nur zu oft Lange⸗ weile, Gleichguͤltigkeit und Unbeſtaͤndigkeit herbei⸗ führt? Beſonders beklagen ſich die Damen darüber, daß die Maͤnner nie in ihren Wuͤnſchen zufrieden

ſind, immer weiter gehen. Ich wuͤrde ihnen ant⸗ worten: Seid offenherzig und geſteht, daß Ihr im Grunde des Herzens Unbehagen empfändet, wenn Euer Geliebter nie den Wunſch hegte und dahin trachtete, jenes Ende zu erreichen, ja, daß Ihr anders eine ſonderbare Meinung von ihm bekom⸗ men wuͤrdet.

Nach dem Lotterie⸗Abend bei Madame Mon⸗ tréſor, brennt Victor vor Begierde, Erneſtinen kllein zu ſprechen, um ihr das Innere ſeines Her⸗ zens auszuſchuͤtten, und ſelbſt dann, wenn dieſe