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Das junge Mädchen ſchluchzt bei dieſen Worten,
ihre Augen haben ſich mit Thraͤnen gefuͤllt, und ſie moͤchte es gern hinter der Schuͤrze verbergen.
Nun ja, ſchon wieder Thraͤnen! das kommt von dem verwuͤnſchten Zartgefuͤhl der Weiber! Warum weint Ihr, Magdalene, ſollte ich mich wirklich ge⸗ irrt haben, und Victor Euch nicht mehr intereſſi⸗
ren, als ein anderer?
Ach! ich dachte nur ſo, daß es doch recht trau⸗ rig iſt, von Niemandem geliebt werden zu koͤn⸗
n.
Und ich, Magdalene, der Euch ſo herzlich liebt der Euch nicht aus den Augen verloren hat, ſeit Ihr auf der Welt ſeid, und Eure Jugendge⸗ fährten, deren Freundſchaft Ihr wieder gefunden
habt, iſt das Niemand?
O ja! aber...— Aber das genügt Euch nicht, nicht wahr!..— Das will ich gerade nicht ſa⸗


