Teil eines Werkes 
1. Theil (1836)
Entstehung
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345 S5 danach zu errathen, was im Herzen vorgeht. Das iſt gleichſam eine Gewohnheit bei mir geworden, ſeit ich denken kann, und ich wuͤnſchte nicht, daß meine kleine Magdalene die Liebe nur kennen lernen

ſollte, um unglücklich zu werden.

Be Liebe! o, Ihr irrt, Jacob, die kenn ich gar nicht, ich weiß nicht, was das iſt.

Ich glaub's wohl, von Babolein habt Ihr ſie nicht kennen gelernt..., aber jetzt, jetzt ſeid Ihr von Geſahren umgeben, von ſchoͤnen jungen Herren, die ſo verſühreriſch ſind, und geſchickter, als Va⸗

bolein.

Ach nein, Jacob, Niemand denkt an die arme Magdalene! Gottlob, ich habe nichts, was die Blicke auf mich ziehen könute, ich bin nicht hubſch, ich weiß es wohl... wenn man manchmal mit mir ſpricht, ſo geſchteht es nur aus Güte, aus Mit⸗

leid vielleicht, aber Niemand wird mich jemals lie⸗

ben koͤnnen..