Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Durch ſein Schweigen kühn gemacht, kamen die Sol⸗ daten wieder zurück, und ihre Forderungen, die erſt ſchüchtern gemacht wurden, nahmen jetzt einen dringen den, ſogar unverſchämten Ton an.

Der Commandant ſah ſie mit einem ruhigen Blicke an, dann warf er ihnen eine wohlgefüllte Börſe mit den Worten zu:

Hier iſt der Preis für eure Beute! Jetzt geht und laßt mich allein!

Dieſes Nachgeben aber, das ſie für eine Folge ihrer Drohungen hielten, veranlaßte die Soldaten zu neuen Forderungen und der Kühnſte von ihnen ging ſelbſt ſoweit, daß er Hand an Johanna legte, um ſie als ſeine Beute fortzuſchleppen.

Der Commandant ſtand ruhig auf, zog ein Piſtol aus ſeinem Gürtel, zielte mit kaltem Blute auf den Elen⸗ den und zerſchmetterte ihm den Schädel indem er rief:

Das iſt zuviel der Anmaßung und Schmach! Geht, ſprach er zu den Andern, die ihn zitternd anſahen, geht, wenn ihr nicht wollt, daß ich ebenſo mit euch verfahre, wie mit dieſem!

Die Banditen ließen ſich das nicht zwei Mal ſagen: alle drängten ſich nach der Thür und ſtürzten, wie ge jagtes Wild, mit großer Haſt aus dem Zimmer.

Julius blieb mit der vhnmächtigen Johanna bei dem Leichnam des Grafen von Porteau⸗

14. Schluß.

An die Frau Gräfin von Porteau, im Schloſſe Porteau. Verzeihung, Madame, wenn ich den Frieden Ihrer Einſamkeit ſtöre und zu Ihnen von einem Manne rede, den Sie ohne Zweifel längſt vergeſſen haben.