Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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den Fingern auf das bleiche Antlitz Johanna's, welche ihnen durch Winken ihre Noth zu erkennen gab. Dann ſtürzten ſie taumelnd und lachend in das Zim⸗ mer, worin der Verwundete lag.

11.

Arme Johanna!

Die Soldaten, an die ſich Johanna in ihrer Her⸗ zensangſt gewendet hatte, gehörten zu den Horden in der Vendée, die Tureau, Roſſignol und Santerre führten, ſich aber in dieſem bedauernswürdigen Kriege mehr durch ihre Grauſamkeiten und Luſt zum Rau⸗ ben und Plündern auszeichneten, als durch Muth und Disciplin.

zährend die Armee der Republik unter Kleber's und Marceau's Befehl die flichenden Vendéer in der Richtung nach Laval zu verfolgte und ihre Flucht beſchleunigte, hatten ſich dieſe Elenden in die Stadt geworfen und, Dolch und Feuerfackel in der Hand, plünderten und mordeten ſie mit der ganzen Roheit ihres Characters.

Es war der Auswurf der menſchlichen Geſell ſchaft, ihre finſtern, rohen Geſichter bekundeten dies, und wie ein ſchmutziger Schaum ſah man ſie in den Tagen der allgemeinen Volksjährung auf der Ober⸗ fläche ſchwimmen. Für ſie hatte der Krieg in der Vendée nur einen Grund, nur einen Zweck: Plün⸗ dern und Rauben.