Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Spiel ſetzt, indem er es wagt, Sie noch ein einziges, letztes Mal zu ſehen.

Johanna hört erſtaunt den Grafen an, deſſen leidenſchaftliche Sprache ſie bisher nicht gekannt. Mit jener frommen Nachſicht, die tief im Herzen liebender Frauen ſchlummert, erhebt ſie ſich langſam und aus ihren großen, feuchten Augen ſtrahlt die Freude, die ſich ihrer in dieſem Augenblicke bemächtigt.

Sie treiben ein grauſames Spiel mit mir, denn Alles ift nur ein abſcheulicher Scherz, ſprach ſie, Sie wollen mich täuſchen. O, fahren Sie nicht fort, denn ich bin gewiß, daß Sie Scherz mit mir treiben.

Ich habe dieſen Zweifel, der mich tief verletzt, verdient, fuhr der Graf mit Bitterkeit fort,ich will mich nicht darüber beklagen. Wenn aber ſeit vier Jahren mein ganzes Sinnen und Trachten nur auf Sie gerichtet war, wenn die Hoffnung, mich einſt mit Ihnen auszuſöhnen und unſer früheres Ver⸗ hältniß wieder herzuſtellen alle meine Handlungen leitete, wenn ich eine unglückliche, vielbewegte Ver⸗ gangenheit verwiſchen wollte und kein anderes Stre⸗ ben hatte, als einen Ruf zu gewinnen, der dem Na⸗ men, welchen Sie führen, der uns beiden gemein⸗ ſchaftlich angehört, Ehre und Achtung verſchaffen ſollte; wenn ich, ſtolz und freudig, meinen Zweck erreicht zu haben, mich zu Ihren Füßen werfe und Ihnen ſage:

Ich war ein Verſchwender, ein ſchlechter Gatte und habe mich eines beſſern Lebenswandels beſleißigt;