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ich habe mein Blut und mein Vermögen einer heili⸗ gen Sache zum Opfer gebracht. Frankreichs ganzer Adel hat ſich im Schooße der Vendee vereinigt, ſeine Rechte zu vertheidigen, das geopferte Königthum zu rächen und die in Gefahr ſchwebende Religion zu retten. So hören Sie denn, daß ich ein Chef dieſer großmüthigen Armee bin, daß meine treue Anhäng⸗ lichteit und mein Muth das Mißtrauen zum Schwei⸗ gen gebracht, das mein früherer Lebenswandel ſo laut zum Reden geweckt. In den Augen der Welt ſtehe ich gerechtfertigt, in meine alten Rechte wieder eingeſetzt da; nur meine Familie, nur die Frau, die allein das Verdienſt ſich aneignen kann, mich mir ſelbſt zurückgegeben zu haben, ſoll ich ungläubig und mich verachtend antreffen!“
„Ach, Johanna, Johanna!“ fuhr er mit Leiden⸗ ſchaft fort,„verkannter Engel, wenn Du wüfßteſt, mit wieviel Thränen und herber Reue ich das Recht, ſo mit Dir zu reden, wiedererkauft habe; wenn Du wüßteſt, wie innig ich Dich liebe! In meinen langen, ſchlafloſen und von Gepiſſensbiſſen beunruhigten Nächten ſah ich nur Dein bleiches Antlitz vor meinen Augen. Ein verlaſſener Engel ſchwebteſt Du mit weißen Flügeln über mir und die Thränen, die Dei⸗ nen trüben Augen entquollen, fielen brennend auf mein Herz. Johanna, ſollte Dein Herz dem Mitleiden, dem Erbarmen verſchloſſen ſein? Johanna, willſt Du, daß mich Schmerz und Reue zu Deinen Füßen tödten?“


