Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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ihr die erſte Frucht meines Strebens zu Füßen zu legen. Ich komme an, und die Nachricht von ihrer bevorſtehenden Heirath iſt der ſchwarze Engel, der mich an der Schwelle der Heimath empfängt.

Dieſe letzten Worte ſprach der Commandant mit unbeſchreiblicher Angſt. Die Gräfin verſtand Alles, der Schleier, der bisher ihre Augen bedeckte, lag zerriſſen da.

Nach einigen Augenblicken peinlichen Schweigens nahm ſie zögernd das Wort:

Und Sie haben ſie wahrſcheinlich vergeſſen?

O, ich liebe ſie noch immer Aber der Himmel iſt mein Zeuge, daß ich ſie nicht wiederſehen wollte Ich wollte ſterben! Doch die feindlichen Kugeln hat⸗ ten kein Mitleid mit mir. Ein Zufall, den zu ſegnen mir der Muth fehlt, führte mich abermals ihr ent⸗ gegen, und in Ihnen, Johanna, in der Unglückli⸗ chen, ſo ſchändlich Verlaſſenen finde ich das einſt ſo heiß geliebte Mädchen wieder, finde ich die wieder, die ich jetzt noch mehr liebe, wenn nglich iſt, als ſonſt!

Bei dieſen Worten ergriff der Sinztunt die Hand der Gräfin und ſank weinend vor ihr auf die Kniee. Die Gräfin will ihn erheben.

Plötzlich öffnet ſich mit Ungeſtüm die Thür des Saales. Ein Mann, in einen Mantel gehüllt, er⸗ ſcheint auf der Schwelle.

Es ſcheint, daß ich noch zu rechter Zeit komme, ſpricht er in einem höhniſchen Tone,