Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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gewalt derſelben zu zerſpringen drohte. Mehr als hundert Mal ſchwebte das Geſtändiß ſeiner Liebe auf ſeinen Lippen; wenn er aber der Leidenſchaft, die in ſeiner Seele glühte, Worte verleihen, wenn er den ganzen Umfang ſeiner Pein mit brennenden Farben ſchildern wollte, ſtieß er auf den ruhigen, bedächtigen Blick der Gräfin wie ein Wahnſinniger entfernte er ſich, ſchwer belaſtet mit dem Geheimniſſe ſeiner Liebe.

An einem kalten, regnichten Novemberabend ſaßen die Gräfin und der Commandant länger, als ſonſt ihre Gewohnheit war, in dem Salon beiſammen Der Wind ſtrich heulend durch die hohen Bäume des Parks und mit eintönigem Geräuſche ſchlug der Re⸗ gen an die Scheiben der Fenſter. Traurig und miß⸗ geſtimmt in die Kiſſen eines alten, großen Lehnſtuhls dahingeſunken, der in der Nähe des Kamins ſtand, horchte Johanna auf das Geräuſch von außen.

Der Commandant ſaß neben ihr und war ganz in ihrem Anſchauen verſunken.

Was fehlt Ihnen, Johanna, Sie ſcheinen ſehr betrübt zu ſein?

Erſchreckt erwachte Johanna aus ihren trüben Betrachtungen und antwortete ſehr langſam:

Ich denke eben daran, daß wir uns nun bald trennen müſſen, Julius, und daß Ihre Abreiſe eine große Leere in mein trauriges Leben bringen wird. Sen allein verdanke ich ja die wenigen glücklichen.