Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Es war im Juli des Jahres 1793, als die Gräfin eines Abends von einem Beſuche bei armen, kranken Leuten aus der Nachbarſchaft in ihr Schloß zurück⸗ gekehrt war. Ein furchtbares Gewitter war heran⸗ gezogen und entlud ſich in der Gegend des Schloſſes.

Johanna hatte ſich hinter eines der verſchloſſenen Fenſter ihres Salons geſetzt, um dies großartige Schauſpiel des Himmels zu betrachten, der auf Augen⸗ blicke einem Feuermeere glich, als ſich plötzlich das Geräuſch von Trommeln vernehmen ließ. Eine Ab⸗

theilung Republikaner rückte in das Schloß ein und

ſtellte ſich im Hofe in militairiſcher Ordnung auf.

Der Officier, der dieſe Truppenabtheilung be⸗

fehligte, wandte ſich der großen Treppe zu, die zu dem Haupteingange des Schloſſes führt, und einen Augenblick ſpäter meldete ein alter Diener der Gräfin,

daß der Commandant Herveh mit ihr zu ſprechen

begehre.

Der Officier trat ein.

Er war ein junger Mann von kriegeriſchem An⸗ ſehen, trug einen langen Bart und, nach damaliger Mode, kurz geſchnittene Haare.

Mit großer Höflichkeit grüßend, deren man ſich bei ihm nicht verſehen hätte, trat er der Gräfin näher.

Bürgerin, ſprach er ein wenig ſtockend und, wie es ſchien, eine innere Bewegung unterdrückend, wollten Sie wohl die Dienerſchaft entfernen; was ich Ihnen zu ſagen habe, dürfen nur Sie allein hören.