Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Erſtaunt über die Artigkeit und die anſcheinende Bewegung des jungen Officiers, ſowie überhaupt über das edle Betragen, das in dieſem Zeitalter der Freiheit und Gleichheit ſehr ſelten und durch rohe Zügelloſigkeit verdrängt war, entläßt die Gräfin mit einer Handbewegung ihre Diener.

Reden Sie, mein Herr, ich bin bereit, Sie an⸗ zuhören, antwortet ſie hierauf.

Iſt es denn möglich, Madame, daß Sie mich nicht wieder erkennen! Johanna, haben Sie mich denn ganz vergeſſen?

Mein Herr, wer ſind Sie,entgegnete die er⸗ ſchreckte Gräfin,was wollen Sie von mir?

Selbſt meinen Namen haben Sie vergeſſen, fährt der junge Officier ſchmerzlich fort,denn ich habe ihn vorhin anmelden laſſen, und Sie blieben ruhig und ſtumm, Sie reichten dem Gefährten Ihrer Jugend, dem Genoſſen Ihrer kindlichen Spiele keine Schweſterhand, Sie kennen Ihren älteſten Freund nicht mehr!

Julius! rief die Gräfin in freudiger Ueber⸗ raſchung und warf ſich weinend in die Arme des jungen Officiers, deſſen bleiche Wangen eine leichte Röthe überzog.