Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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glücklichen, welche ſie umgaben. Die Bevölkerung des Thales von Authion wird jedes Jahr durch ein bös⸗ artiges Fieber heimgeſucht: Johanna war der Schutz und die Hülfe dieſer Unglücklichen; hier half fie mit Rath und Troſt, dort mit Geld und Lebensmitteln, je nachdem es die Umſtände erheiſchten.

Unter dem Strohdache ungeſunder Hütten ſaß die gute Gräfin an dem elenden Lager todtkranker Menſchen. Durch tröſtende Worte wußte ſie den ge⸗ ſunkenen Muth wieder zu erheben und die Leiden zu mildern.

Von Allen, die ſie umgaben, war ſie geliebt, ja, man könnte ſagen, angebetet.

Das ſeit zehn Jahrhunderten unterjochte und im Elend lebende Volk ſtand auf, um an dem Adel, deſſen harter Bedrückung es überdrüſſig war, blutige Rache zu üben und Gewalt mit Gewalt zu vertreiben. Johanna's Schloß aber und ſeine Bewohner waren geachtet; die ganze Landſchaft ſtand auf und vereinigte ſich, um die, gute Gräfin, wie man ſie allgemein nannte, zu ſchützen und zu vertheidigen.

Der Aufſtand in der Vendeée hatte indeſſen um ſich gegriffen. Schon waren feindliche Truppenabthei⸗ lungen über die Lvire gegangen.

Der Bund ſah ein, daß der Augenblick gekommen war, auf die zerriſſene Monarchie und ihre Anhänger einen entſcheidenden Streich zu führen und die Trup⸗ pen aus der Garniſon Mainz unter Weſtermanns und Klebers Befehl waren nach Weſten vorgerückt.