Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Und lieben Sie dieſe andere Tochter nicht eben ſo zärtlich, als Roſa?

Meine ganze Zärtlichkeit gehörte Rofa wäh⸗ rend die arme Roſina, ſo heißt nämlich dieſe Tochter, nicht einmal eine Erwiderung ihrer Liebkoſungen zu erwarten hatte. Ich entfremdete ſie mir, und ſtieß ſie hart zurück, wenn ſie ſich mit kindlicher Liebe mir nähern wollte. O, das war ſchlecht, ich fühle es jetzt.

Wenn mir die Erbſchaft unſers Oheims wün⸗ ſchenswerth erſchien, war es nur, umRoſa eine Mit⸗ gift geben zu können; aber ich ſehe wohl, es wird nicht ſo werden. Das Kind meiner Vorliebe iſt für mich verloren! Ich will in meine Heimath, zu Roſine zurückkehren, ſie wird gewiß mit Sehnſucht meiner harren. Bei ihr werde ich zu vergeſſen ſuchen, daß ich noch eine andere Tochter hatte. Ja, ich glaube, es wird das Beſte ſein, Paris zu verlaſſen; außerdem bleiben Sie ja hier, Herr Bergeval, wenn Sie etwas von meiner Roſa erfahren, werden Sie es mir mit⸗ theilen nicht wahr?

Gewiß, Herr Meunier, ich gebe Ihnen mein Wort darauf.

Jeden Tag äußert der Greis ſeinen Entſchluß, in die Heimath zurückzukehren; aber er reiſt nicht ab.

Sein Portrait iſt lange ſchon vollendet und über⸗ aus ähnlich. Der Invalide nahm es, betrachtete es einige Zeit und ſprach dann ſeufzend: Ich hoffte, Roſa ein Geſchenk damit zu machen