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Alles zu ſagen, was ich denke— und doch— Sie hegen vielleicht dieſelben Gedanken. Ein junges Mädchen, das ein anſtändiges Magazin verläßt, um in ein anderes Geſchäft zu gehen, und wenn ich es auch nicht weiß— müßte ſich längſt wiedergefunden haben, denn ich habe überall nachgeforſcht.
„Wenn ein junges, hübſches Mädchen auf dieſe Weiſe verſchwindet— Hum! das kündet nichts Gutes an; und dann iſt Paris für junge Mädchen eine höchſt gefährliche Stadt, zumal wenn ſie keine Eltern haben, die über ſie wachen. Mir iſt jetzt mehr als je bange. Roſa iſt hübſch, nicht wahr?“
„Reizend— von auffallender Schönheit!“
„Dieſe Schönheit wird vielleicht ihr Unglück ſein. In Paris giebt es ſoviel Verführer— und ſoviel Wittel, den jungen Mädchen die Köpfe zu verdrehen.
„Ach, wenn ich mein Kind unter jenen verlornen Frauenzimmern wiederfinden ſollte, die weder Grund⸗ ſätze noch Sitten haben, dann, Herr Bergeval, mögte ich lieber, daß ich ſie nie wiederſehe— ich wüßte nicht, wozu ich fähig wäre! Oh, ich könnte ſie mor⸗ den! Nein, nein! Dann will ich ſie nicht wieder⸗ ſehen!“
Ich zittere bei den Worten des Greiſes, denn wie leicht iſt es möglich, daß er ſeiner Tochter be⸗ gegnet und die Wahrheit erfährt. Ich ſuche ihn in⸗ deß auf beſſere Gedanken zu bringen.
„Haben Sie noch mehr Kinder?“
„Eine Tochter, das iſt iſt Alles!“


