als vorhanden ſind, dann ſtehen Sie der Thür gegen⸗ über.“
Ich ſteige, oder richtiger geſagt, ich klettere. Faſt glaube ich, Carotin wohnt in dem Monde— der achte Stock muß es wenigſtens ſein.
Endlich iſt keine Treppe mehr vorhanden; ich höre die Arie aus„Robert dem Teufel“ trillern:
„Gnade, Gnade!“ Ich bin verſucht, mit einzuſtimmen, denn ich kann nicht mehr weiter; aber ich öffne die Thür, worin ich den Schlüſſel ſehe, und trete in Carotins Zimmer.
Ueberraſcht bleibe ich auf der Thürſchwelle ſtehen, denn ein ſo kleines Zimmer habe ich noch nie geſehen.
Das Fenſter iſt der Thür gegenüber. Rechts ſteht ein winzig kleines Bettchen, deſſen Ende das Fenſter berührt; links eine Art Tiſch, und zwiſchen dem Bettchen und dem Tiſche iſt kaum ſoviel Platz, daß man einen Stuhl ſtellen kann; wenigſtens iſt es rein unmöglich, ihn umzudrehen. Von einem Ofen oder ſonſt einem Heizungs⸗Apparate iſt keine Rede.
Das iſt Carotins Wohnung. Als ich eintrete, ſehe ich ihn nicht und glaube, ich habe mich geirrt. Ich will zurückgehen, plötzlich höre ich aber die Stimme meines Freundes:
„Nun, warum trittſt Du nicht ein? Flößt Dir mein Zimmer Ehrfurcht ein? Tritt ein in das Heilig⸗ thum der Künſte! Der Gott, der es bewohnt, erlaubt es Dir.“


