Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Meine Tochter hatte geäußert, daß ſie einen vortheilhaften Platz bei einer Krämerin auf dem Boulevard Saint-Martin gefunden habe, und ſie, nämlich die Herrin des Magazins, habe geglaubt, keinen Grund zu haben, ſie weiter zu fragen. Und das iſt in der Ordnung, meinem Kinde kann man auf's Wort glauben.

Hieraus können Sie ſchließen, mein Herr, daß ich nie Arges von meiner Tochter gedacht habe. Da⸗ rum halte ich es für wahrſcheinlich, daß ſie ihre Adreſſe hinterlaſſen hat und daß die Madame in dem Ma⸗ gazine ſie entweder nicht gehört oder vergeſſen hat.

Aber wenn Sie meine Tochter noch vor Kurzem geſehen haben, ſo wiſſen Sie, wo ſie iſt ich bitte Sie, mein Herr, führen Sie mich zu ihr!

Herr Meunier, ich bin untröſtlich, Ihrem Wun⸗ ſche nicht Genüge leiſten zu können; denn als ich Ihre Mamſell Tochter das letzte Mal ſah, war ſie noch in der Straße du Bac ſeit dieſer Zeit habe ich ſie nicht wiedergeſ ehen.

Ach, mein Gott, welch ein Unglück! Ich weiß, daß meine Tochter in Paris iſt, und kann ſie nicht in meine Arme ſchließen, nicht an mein Herz drücken! Ueber ihr Betragen bin ich ruhig; ich bin überzeugt, daß ſie bei anſtändigen Leuten iſt. Würde ſich mein Kind vergeſſen, es hätte nie Verzeihung von mir zu erwarten!

Die Ehre, mein Herr, geht einem alten Sol⸗