Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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daten über Alles. Vater Meunier iſt in dieſem Punkte nie geſtrauchelt. Wenn ich einmal erröthen müßte, ich würde ſterben! Das fühle ich.

In des Greiſes Augen glänzen Thränen er bedeckt ſie mit ſeiner Hand. Mir fehlt der Muth, weiter zu reden. Ich will ihn tröſten, finde aber keine Worte. Sein Schmerz erſchüttert mich tief, ſo daß ich fürchte, er gewahrt meine Bewegung.

Glücklicherweiſe faßt ſich der arme Vater und nimmt lächelnd wieder das Wort:

Bin ich nicht ein Thor, mich ſo zu ängſtigen? Nein, meine Roſa iſt nicht im Stande, je ihre Pflich⸗ ten zu vergeſſen. Es handelt ſich nur darum, ihre Adreſſe ausfindig zu machen.

Unglücklicherweiſe iſt Paris ſehr groß!

Doch gleichviel man erkundigt ſich überall. Und Sie, mein Herr, haben wohl die Güte, Ihre Lokalkenntniß in Paris zu meinen Gunſten anzu⸗ wenden und ſich auch nach meiner Tochter zu erkundi⸗ gen Sie leiſten mir damit einen Dienſt, den ich Ihnen nie vergelten kann.

Herr Meunier, Sie können auf mich zählen; ich verſpreche Ihnen, Sie in Ihren Nachforſchungen zu unterſtützen. Auch glaube ich, Sie verſichern zu können, wir werden ſie wiederfinden!

Ach, mein Herr, ich danke Ihnen für Ihre große Güte. Die Vorſehung hat mich zu Ihnen geführt!

Der Greis drückt von Neuem meine Hände und