Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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darüber lachen. Wenn ich aber bedenke, daß ein ſol⸗ cher Brief nicht drei Sous werth iſt, thue ich am beſten, alle Briefe zurückgehen zu laſſen, die nicht frankirt ſind.

Meine Freunde habe ich von dieſer Maaßregel in Kenntniß geſetzt; diejenigen, die mir etwas mit⸗ zutheilen haben, werden ihre Zuſchriften frankiren.

Ariane kehrt ſich aber nicht daran. Oft finde ich, wenn ich Abends heimkehre, den Drücker an der Hausthür mit Sachen beſchmiert, die man nicht gern anrührt.

Später finde ich mein Schlüſſelloch, als ich den Schlüſſel hineinſtecken will, mit Koth angefüllt. Ich frage die Thürſteherin, ob ſie geſehen, wer die Treppe hinaufgegangen ſei; aber meine Thürſteherin

hat mehr zu thun als nachzuſehen, wer die Treppen

paſſirt; ſie hat die Zimmer mehrerer Hausbewohner in Ordnung zu halten, und das iſt ihr Haupt⸗ geſchäft.

Ariane, die das weiß, kann ſehr gut Jemanden ſchicken, der mein Schlüſſelloch verſtopft.

Eines Morgens finde ich mit großen Buchſtaben an meine Thür geſchrieben:

Hier wohnt ein Gaſſenjunge!

Ein anderes Mal:

Deine Schlechtigkeiten ſind bekannt, Du wirſt niemanden mehr betrügen.

Dann leſe ich wieder an der Thür eines gewiſſen

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