Die Strohhütte.
Carotin ſpeist mit mir zu Mittag. Dies Mal bleibe ich aber nüchtern, trotz dem mein Freund es ſich angelegen ſein läßt, mir zuzutrinken und mich zu betäuben.
Ich laſſe ihn allein die Wirkung des Weines verſpüren; ſein Humor bleibt aber derſelbe. Nach Tiſche machen wir uns auf, um den Ball zu beſu⸗ chen. Da die Jahreszeit ſchon vorgerückt iſt, nahen ſich auch die ländlichen Bälle ihrem Ende.
„Es wird heute voll ſein,“ ſagt Carotin,„denn
ich glaube, heute iſt der letzte Ball in dieſer Saiſon.
Man will heute von den beliebten Schönheiten, von den Königinnen der Polka und des Cancan Abſchied nehmen, ſowie von den beiden Frauen, die dies Jahr in Mabille und in der„Strohhütte“ das Seep⸗ ter behauptet haben.
„Ich würde ſie Dir nennen; aber Du kennſt weder den Namen Clara F..., noch die Perſon, der man den Beinamen„die Königin Pomare“ ge⸗ geben hat. Dir macht Deine lächerliche Paſſton zu⸗ viel zu ſchaffen, als daß Du Dich um etwas anderes bekümmern könnteſt. Aber der Teufel ſoll mich ho⸗ len, wenn ich Dich dieſen Abend nicht heile, oder ich will mein Latein verlieren, das ich niemals gewußt habe.“


