Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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Es iſt mir ſehr gleichgültig, wenn Ariane ſich in mein Schlafzimmer verſteckt, wo ſie gezwungen iſt, mitunter zwei Stunden zu verweilen.

Carotin macht eine kleine Reiſe nach der Nor⸗ mandie; er hat mir geſchworen, ſo oft er auch zu mir komme, nie mehr ohne Erlaubniß in mein Schlafzimmer zu dringen.

Ich liebe indeß unnöthige Geheimniſſe nicht. Wenn Madame Chamouillé in meiner Kammer ſteckt, iſt es nicht ſelten, daß ſie in ihrer Ungeduld meine Möbel unter einander ſchiebt, und dies läßt die Perſonen, die bei mir Sitzung haben, wiſſen, daß ich Beſuch habe.

Will ich verſuchen, ſie zur Vernunft zu bringen,

dann ruft ſie:

Sie lieben mich nicht! Sie wollen mich ver⸗ derben! Wollen mich vor der ganzen Welt ent⸗ ehren!

Was ſoll ich darauf nun autnvien

Ich begnüge mich damit, ihr zu ſagen:

Theure Freundin, ich erwarte Peſuch verſtecken Sie ſich.

Noch ganz bewegt von einer zärtlichen Unterhal⸗ tung mit Ariane, höre ich an meine Thür pochen.

Der Reiſediener! ruft Ariane.Der Menſch fährt fort, ſich malen zu laſſen, weil er hofft, mich hier wiederzufinden. Nein, ich erwarte ihn heute nicht.