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„Er iſt es, ich wette. Er iſt mir in der Straße gefolgt, und hat mich zu Ihnen gehen ſehen.“ „Mein Gott, warum wollen Sie durchaus, daß
dieſer junge Mann in Sie verliebt ſei?“
„Warum? Weil es ganz klar iſt!— Sie haben nicht bemerkt, wie er mich immer betrachtet— Sie ſind zu Allem gleichgültig.“
„Er iſt Ihnen doch nur zwei Mal hier begegnet.“
„Iſt das etwa zu viel, um——“
„Ach, ich würde zehn Jahre von meinem Leben darum geben, wenn er mich bei Ihnen nie geſehen hätte— ich hätte vielleicht großes Unglück vermieden.“
„Man klopft noch einmal— Ich gehe in Deine Kammer— Ach, wie mein Herz ſchlägt!“
„Ach, Caſimir, welchen Gefahren ſetze ich mich Deinetwegen aus!“
Sie geht in meine Schlafkammer.
Ich öffne— es iſt jene Dame, die ich im grie⸗ chiſchen Koſtüme gemalt habe. Ihr Portrait iſt lange ſchon vollendet, aber bereits zum dritten Male bringt ſie es mir zurück, daß ich noch etwas daran ändere. Ich finde, daß ſie dafür mich nicht theuer genug be⸗
zahlt hat.
„Herr Bergeval, ich bitte um Verzeihung, wenn ich Sie noch einmal beläſtige.“
„Keineswegs, Madame.“
„Sie ſind ſehr gefällig.— Jeder, der mein Portrait geſehen hat, findet den Kopf vollkommen; aber eines hat man an dem reizenden Koſtüme aus⸗


