Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Heute erwarte ich keinen Beſuch von meiner ge⸗ fühlvollen Ariane, und offen geſtanden, ich freue mich des Alleinſeins. Sie ſcheint mir nicht ſehr geiſtreich zu ſein; allein ſie ſpricht viel, und in der Maſſe ihrer Reden hört man zuweilen Worte, die für drollig gelten könnten, wenn ſie nicht den Fehler hätte, unaufhörlich nach Effect zu haſchen.

Sie liebt das Romantiſche; ihr Geſicht und ihr Benehmen ſind indeß ſehr bürgerlich. Man iſt aber

zu klug, um es mit einer ſolchen Dame genau zu

nehmen, man ſagt nicht, was man denkt, und läßt ſie gewähren.

Zwei neue Portraits ſind bei mir beſtellt. Das eine hat ein Reiſediener beſtellt, der ſich

für ſeine Geliebte will malen laſſen er ſelbſt hat

es mir geſagt; die Reiſediener ſind durchgängig ſchwatzhaft.

Dann will ſich eine Dame malen laſſen, die bereits etwas im Alter vorgerückt iſt, und zwar in einem griechiſchen Koſtüme, das ſie dieſen Winter auf einem Balle getragen hat, und worin ſie, wie man ihr geſagt, der Aſpaſia gleichen ſoll.

Wir ſehen in unſerm Stande manches poſſier⸗ liche Ding.

Wie es ſcheint, beginnt mein Talent ſich Vahn