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ſchien ſie ehrwürdig zu ſein. Aber der Teufel traue immer dem Scheine! Ach, ich will nichts mehr glau⸗ ben; es iſt zwar ſehr traurig, aber das beſte Mittel, nicht betrogen zu werden.
Ein Zeichen mit der Glocke kündigt an, daß das Schauſpiel wieder beginnt. Jeder beeilt ſich, ſeinen Platz zu erreichen. Sie entfernt ſich mit ihren drei Cavalieren; aber bei dem Hinausgehen aus dem Foher wirft ſie noch einen Blick zurück. Wie, ſollte ſie mich ſuchen?— O, ich Dummkopf! Ich fühle, daß ich mich darüber freuen könnte.
Ich ſetze mich auf meinen Platz, denn ich kann nicht mehr gehen; man ſpielt das letzte Stück.
In meiner Freude, die mich Alles vergeſſen läßt, ſehe ich ſie unverwandt an. Mehr als ein Mal be⸗ gegnen ſich unſere Blicke; ſie lächelt indem ſie mich anſieht— Nein ich kann mich nicht getäuſcht haben, es war ein ausdrucksvolles, ermuthigendes Lächeln! Ich weiß nicht mehr, wo ich bin.
Will ſie mich ermuthigen, mit ihr zu reden, ihr zu ſolgen?— Aber ſie hat ſchon drei Männer bei ſich!— Das iſt nicht möglich. Es iſt ja wahrſchein⸗ lich, daß ſie nicht allein geht.
Das Schauſpiel iſt aus; man geht nach Hauſe.
Meine Unbekannte giebt ihren Arm dem jun⸗ gen Manne,— der hübſch iſt. Alle gehen.
Ich verliere ſie nicht aus den Augen. Sie wen⸗ den ſich den Wagen zu, von denen heute Abend ei⸗ nige vorhanden ſind— denn es regnet nicht. Sie


