Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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17⁰

Ich mögte wohl an ihrer Stelle ſein, um zu hö⸗ ren, was jene Demviſell plaudert.

An ihrer Stelle? Nein, wahrhaftig nicht! Wenn ſie nur einen hätte, ja, dann könnte ich ſein Lvos beneiden; aber drei nein!

Ich glaube, ſie hat mich bemerkt. Sollte ſie mich wiedererkannt haben? O nein! Es iſt ſehr wahr⸗ ſcheinlich, daß ſie ſich meiner nicht mehr erinnert, ſie muß andere Sachen in ihrem Köpfchen haben.

Soll ich ſie grüßen? Nein es könnte ſie in Verlegenheit ſetzen aber während ich überlege, was ich thun ſoll, hat ſie ſich ſchon wieder abge⸗ wandt. Sie will wahrſcheinlich nicht, daß ich grüße. Vielleicht auch hat ſie den Herrn vergeſſen, der nach dem Theater de la Gaité einen Wagen für ſie ge⸗ ſucht hat.

Das Schauſpiel gewährt mir keine Unterhaltung mehr, oder beſſer geſagt, ich weiß nicht mehr, was geſpielt wird. Ich bin ein rechter Narr, daß ich mich fortwährend mit einer Frau beſchäftige, die keine Aufmerkſamkeit für mich hat; jeden Augenblick ſchweift mein Blick zu ihr hinüber.

Es iſt Zwiſchenact. Einer von den jungen Leu⸗ ten geht hinaus und kehrt mit Orangen zurück, die er lächelnd der kleinen Frau anbietet. Sie ißt davon; dies hindert ſie aber nicht, einen Augenblick nachher ein Glas Johannisbeer⸗Waſſer zu trinken. Im näch⸗ ſten Zwiſchenaet entfernt ſie ſich mit ihren Cava⸗ lieren.