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druck auf mich gemacht! Ich ſtand auf dem Puncte verliebt zu werden! Aber ich fühle, daß ich es nicht mehr ſein werde, da ich ſie jetzt ſo verändert ſehe. Ich konnte wohl von einer Perſon träumen, die ich klug und beſcheiden wähnte, aber ich werde nicht mehr an ſie denken, da ich ſehe, daß ſie drei Liebha⸗ ber auf einmal hat, mit denen ſie auf einem ſehr vertrauten Fuße zu ſtehen ſcheint.
Und dennoch iſt mein Herz beklommen, ich fühle eine Aengſtlichkeit, eine Pein, daß ich mich vor mir ſelbſt ſchäme. Es iſt immer ſchmerzlich, wenn uns eine Illuſton zerſtört wird, und mir war dieſes Mäd⸗ chen eines von jenen idealen Weſen, bei denen man alle Eigenſchaften, alle Tugenden einer Heiligen ober Madonna vermuthet, von der man ſein Glück er⸗ wartet.
Jetzt halte ich ſie nicht mehr für eine Heilige; ihr lautes Lachen ſchlägt noch immer an mein Ohr.
Und dennoch kann ich nicht umhin, die drei jun⸗ gen Leute, die bei ihr ſind, mit Laune zu betrachten.
Es müſſen junge Kaufleute ſein. Einer von ihnen iſt nicht übel; wenn ich gerecht ſein will, muß ich ſogar ſagen, daß er ſchön iſt, obgleich ſein Ge⸗ ſicht wenig Ausdruck hat. Die beiden Andern ſind weder ſchön noch häßlich; aber es ſcheint, daß ſie ſich amüſiren, und daß die kleine Frau recht liebens⸗ würdig ſein muß, denn ſie lachen über Alles, was ſie ſagt.


