Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Wie ſchade, wenn ich ſie nicht wiederſehen ſollte! Welch ein Unglück, nicht auf der Stelle ein Verhält⸗ niß anknüpfen zu können mit der Perſon, zu welcher man ſich durch geheime Neigung, ſüße Sympathie hingezogen fühlt.

Ach, wäre ich doch reich, dann könnte ich alle Hinderniſſe beſeitigen! Durch Gold kann man alle ſeine Wünſche, ſeine Launen und Leidenſchaften be⸗ friedigen. Wie glücklich ſind doch die Reichen!

Beim Schluße dieſer Betrachtungen ſtecke ich in der Regel meine Hände in die Hoſentaſchen. In die⸗ ſem Augenblicke finde ich drei Franks fünfzig Cen⸗ timen darin. Meine Stirn legt ſich in Falten und meinen Mund zieht ein geheimer Verdruß zuſammen. Welch ein himmelweiter Unterſchied zwiſchen drei Franks fünfzig Centimen und einem großen Ver⸗ mögen Um mich zu tröſten, kann ich mir ſagen:

Es giebt noch ſehr viel Leute, die nicht einmal drei Franks fünfzig Centimen in ihrer Taſche haben. Was thut außerdem mir dieſer Ehrgeiz, der mit we⸗ nigem glücklich zu ſein verſteht? Warum der bloße Wille, meinen Wünſchen und Launen genügen zu können? Giebt es nicht tauſend Beiſpiele, daß die⸗ jenigen, die dem allen genügen können, nicht glück⸗ licher ſind, als die übrigen, die es nicht können? Wie oft ſtellt ſich das Gegentheil heraus, indem Ueberſättigung und Langweile dadurch erzeugt wird? Da erinnere ich mich jenes goldenen Spruchs:

Der glücklichſte iſt nicht der, der Alles beſitzt;

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