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„Was beweiſt das?“
„Wie dumm biſt Du! Wenn der Schauſpieler gut wäre, würde er nach dem erſten Aete nicht ſchon ſterben. Man hätte ihn wenigſtens im zweiten noch einmal kommen laſſen ſollen. Aber ſo tödtet man ihn, weil man denkt, das Publikum ſieht ihn nicht gern. „Siehſt Du, Bernhard, das Alles iſt bei mir nicht ſo. Ich liebe ein Stück nicht, worin ein Herr vorkommt, der den ganzen Aet hindurch im Schlaf⸗ rock bleibt. Wenn die Schauſpieler nicht ſehr gut gekleidet ſind, können ſie niemals berühmt werden.— Was wird man jetzt ſpielen?“
„Ein Stück, in dem geſungen wird.“
„Es wird doch nicht traurig ſein?“
„Weiß ich es?“
„Wenn das Stück nicht traurig iſt, gehe ich nach hauſe! Ich gehe nur in das Theater, um zu weinen; das iſt für mich Genuß.“
Drei Schläge ertönen. Das zweite Stiück beginnt.
Während das hübſche Mädchen die Schauſpieler betrachtet und auf das Stück hört, kann ich ſie ganz nach meinem Gefallen beobachten, denn ſie merkt nichts davon.
Jedesmal, wenn der Zufall mir eine Dame ent⸗ gegen führt, deren Geſicht mich anzieht, ſei es nun im Theater oder auf der Promenade, kann ich mich einer Menge Vetrachtungen nicht erwehren, wie z. B. in dieſem Augenblicke:


