Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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reizenden Weſen hervorbringt, das kein Wort verliert von dem, was auf der Bühne geſprochen wird, das den innigſten Antheil an den Leiden nimmt, die die Schauſpielerin zu dulden erkünſtelt. Ja, ſo iſt es jetzt lächelt ſie, denn die Unſchuld der Heldin iſt an's Tageslicht gekommen.

Dies junge Mädchen muß auch ſehr empfindſam ſein, denn ihre Seele iſt ſehr empfänglich für die Eindrücke des Kummers und der Freude; wenn die Liebe ſich einmal ihres Herzens bemächtigt, wie muß die nun zu lieben wiſſen!

Ich bewundere mich und meine Philoſophie: wie muß die nun zu lieben wiſſen wer ſagt mir denn, daß ſie es nicht weiß, daß ſie nicht ſchon geliebt hat? Ob ſie nicht Jemanden liebt?

Das iſt leicht möglich!

Aber ich weiß nicht warum, ich möchte, daß es nicht der Fall wäre Bin ich vielleicht in dieſe junge Dame verliebt? Wahrhaftig, das iſt ſo ſchwer nicht, denn ich habe ſchon minder ſchöne geliebt geliebt das heißt gekannt. In dieſem Augen⸗ blicke kommt es mir vor, als ob ich noch nie geliebt

hätte.

Ihre Kleidung iſt einfach und beſcheiden, ihre Mienen unſchuldig wer kann ſie ſein? Die Mut⸗ ter und die Tochter? Nein. Sie nennt die alte

Dame Madam, ſie ſind nicht verwandt.

O, wie unerträglich iſi der ſchöne Lion, der vor

ihr ſitzt; er drehet ſich faſt den Hals ab, um ſie an⸗