Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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Dieſe Dame, welche die Reiſenden ſo gut aufnimmt und ſich nicht zeigt!... Drum ißt ſie häßlich, Herr. Du glaubſt!.. Ich finde in ihrem Benehmen etwas Romanhaftes!.. Wenn ich noch in Italien wäre, würde ich in all' Dem ein galantes Albenteuer ſeßen! Wahrhaftig, wir ſind ſehr ſonderbar! wenn ſich Etwas unſern Blicken entzieht, brennen wir, es zu ſehen... Ich wäre entzückt, wenn ich dieſe geheimnißvolle Dame erblickte!... Warten Sie, Herr... man kommt die Treppe herauf.. Ah! Herr ich ſehe Ah! dies iſt das Ausgezeichnetſte, was es gibt... Was denn? eine hübſche Frau?.. Nein, Herr, das Abendeſſen, das man im anſtoßenden Saal aufträgt. Die Peſt hole das Lecker⸗ maul mit ſeinem Abendeſſen!

Die Dienerin tritt ein und meldet Guſtav, daß ihn das Abendeſſen erwarte. Guſtav geht in das Speiſezimmer und ſetzt ſich vor eine elegant ſervirte Tafel. Er richtet während des Eſſens neue Fragen an die Dienerin; dieſe ſcheint aber nicht geſchwätzig; Alles, was er aus ihr herausbringen kann, iſt, daß die Herrin des Haufes jung iſt und ein Kind hat.

Das Mahl iſt zu Ende, die Dienerin führt Guſtav in ein hübſches Schlafzimmer und bemerkt ihm, daß ſeine Diener unter ihm ſchlafen werden, und daß er ſie leicht rufen kann, wenn er ſie nöthig hat.

Guſtav iſt allein. Nach zwei in einer Poſtkutſche zugebrachten Tagen hätte er Ruhe nöthig haben ſollen; doch fühlt er keine Luſt zum Schlafen. Der Abend iſt ſchön, er öffnet ſein Fenſter. Der Mond iſt ſo eben am Himmel heraufgeſtiegen und erlaubt, die Gegenſtände zu unterſcheiden. Guſtav ſieht von ſeinem Fenſter einen Theil der Gärten des Hauſes; zur Rechten iſt ein Gebäude⸗ frügel, worin er Licht bemerkt; dort wohnt ohne Zweifel dieſe Dame, die für ihre rührende Gaftfreundſchaft nicht einmal Dank begehrt. Mit den auf das erleuchtete Fenſter gerichteten Blicken