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Furcht?— Wahrlich, Herr, es iſt Nacht... ich ſehe keine Häuſer..— Siehſt Du immer Häuſer auf den Landſtraßen?— Weil wir aber, wie Sie ſagen, nicht auf einer Straße ſind.. — Schlaf oder ſchweig...— Herr, ich kann nicht ſchlafen, wenn ich mich fürchte.“
Germain fährt weniger ſchnell: bald hält er völlig an, um mit ſeinem Herrn zu ſprechen:„Herr, ich glaube, daß Sie Recht haben ich habe mich verirrt: ich kenne den Weg nicht mehr... — Werden wir die Nacht auf dem Fels zubringen?“ ruft Guſtav aus.„Fahr immer zu, Germain: an der erſten Wohnung fragſt Du nach dem Weg.— Aber, Hert, der Teufel miſcht ſich in's Spiel!... da hat ein's meiner Pferde die Eiſen verloren; es kann kaum traben, und wenn ich fortfahre zu galoppiren, könnte es ſich verletzen.— Zum Henker,“ murmelt Benoit leiſe vor ſich hin,„man muß recht dumm ſein, um die Eiſen ſeiner Pferde zu verlieren... Nun ſind wir da in einer ſaubern Lage!..
Guſtav weiß nicht, was er anfangen ſoll. Germain ſchlägt vor, auf Entdeckung auszugehen: er glaubt zur Linken Licht zu erblicken, er will nach dem Weg fragen.„Wenn es ein Haus iſt, wo man uns aufnehmen will,“ ſagt Guſtav,„ſo werden wir die Nacht dort zubringen, im Fall Du Dein Pferd nicht wieder be⸗ ſchlagen laſſen kannſt.“
Germain geht und kommt bald zu Guſtav zurück. Das Licht, das er wahrgenommen hat, kommt aus einem Hauſe von ſchönem Ausſehen, wo man gerne darein willigt, die Reiſenden zu be⸗ herbergen.
„Gehen wir alſo, um Gaſtfreundſchaft zu bitten,“ ſagt Guſtav;„aber Du, Germain, Du ſuchſt bis in's nächſte Dorf zu kommen und einen Hufſchmied mitzubringen; ich verzichte nicht auf die Hoffnung, dieſe Nacht nach Paris zu gelangen.— Ja, Herr, zählen Sie auf meinen Eifer.“
Guſtav ſteigt vom Wagen, und von Benvit folgt, macht


