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„Potztauſend! man kann nicht liebenswürdiger ſein,“ ſagte Guſtav,„und mein Oheim hat ſehr wohl daran gethan: ich bin genug auf dem Pferde geſeſſen; zudem iſt das meinige in Deutſch⸗ land drauf gegangen; ich werde in Paris wenigſtens wie ein großer Herr ankommen. Du haſt alſo eine Poſtchaiſe, Germain?— Ja, mein Herr, und ſie ſteht ganz gerüſtet.— Dies iſt ja aller⸗ liebſt: ſowie ich zu Mittag gegeſſen habe, reiſen wir ab.“
Guſtav läßt ſich von Germain in den Gaſthof führen, wo die Poſtchaiſe iſt, und nachdem er gut zu Mittag gegeſſen hat, ſteigt er mit Benvit in den Wagen, indem er Germain empfiehlt, ſchnell zu fahren.
„Meiner Treu, Herr,“ ſagt Benvit, ſich ſeinem Gebieter gegen⸗ über ſetzend,„es iſt ſehr artig von Seiten Ihres Herrn Oheims, daß er uns einen guten Wagen mit einem Kutſcher geſchickt hat... Man iſt ſo ſehr bequem und wir werden wenigſtens ganz friſch in Paris ankommen.“
Guſtav antwortete Benoit nicht; er war in Betrachtungen verſunken; er dachte an alle Perſonen, die er in Frankreich ge⸗ laſſen hatte, und an die Veränderungen, welche drei Jahre in den Umſtänden hervorgebracht haben können.
Den erſten Tag hielten die Reiſenden nur an, um zu eſſen und Pferde zu wechſeln. Guſtav war mit Germain ſehr zufrieden, der ihn ſchnell wie der Wind führte. Der zweite Tag neigte ſich zu ſeinem Ende; es fing an Nacht zu werden und Guſtav dachte mit Freude daran, daß er nicht mehr ſehr fern von Paris ſein
müſſe. Er ſtreckt den Kopf aus dem Wagen. Es ſcheint ihm, daß er nicht mehr auf der Hauptſtraße ſei.„Germain, wo ſind wir?
— Sechs Stunden von Paris, Herr; wir nähern uns Mont⸗
morency... Biſt Du ganz ſicher, daß Du den rechten Weg ein⸗ geſchlagen haſt?— O! ja, Herr; ich habe einen Nebenweg ge⸗ macht, der um Vieles abkürzt.— Wenn er uns irrführte, Herr,“ ſagte Benvit unruhig.—„Nun, Dummkopf, haſt Du nicht gar


