Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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braucht haben, o! es iſt mehr als drei Jahre, daß wir abgereist ſind. Rüſte unſer Gepäck, Benvit; ich will zu meinem Oheim zurückkehren. Wie Schade! ich fing an, recht gute Fauſt⸗ ſtöße zu ſetzen.

Während ſeiner Reiſe hatte Guſtav oft Briefe von ſeinem Oheim empfangen. Der Oberſt war in eine ſehr ſchwere Krankheit gefallen, von der er endlich wieder hergeſtellt war. Er fragte ſeinen Neffen immer, ob er eine Frau gefunden habe; in jedem ſeiner Briefe legte er Guſtav Fragen über dieſen Gegenſtand vor; in ſeinen letzteren aber ſchrieb er, wie gerne er ihn wiederſehen möchte, und Guſtav wollte ſeine Rückkunft nicht länger aufſchieben. Ueber⸗ dies war unſer Held müde, in der Welt herumzulaufen. Wie Joconde, hatte er viele galante Abentener gehabt; wenn aber das erſte Jugendfeuer geloͤſcht iſt, ſo wird man der unvollkommenen Vergnügungen, die weder Herz noch Geiſt reizen, müde. Guſtav war nicht mehr jener Bruder Liederlich, der aus Fenſtern ſprang, ein ganzes Viertel aus dem Schlafe weckte und ſich mit der Wache herumſchlug; er war geſetzter, vernünftiger, beſonnener als ehe⸗ mals; und ohne daß er aufhörte, das Vergnügen und die Schönen zu lieben, fühlte er die Nothwendigkeit, ſeine Auswahl bei Be⸗ kanntſchaften zu treffen. Sein Gefühl, enttäuſcht über falſche Genüſſe, würdigte endlich die Süßigkeit einer wahren und gegen⸗ ſeitigen Liebe, ſowie die Vergnügungen der Achtung und Freund⸗ ſchaft. Reiſen wir ab, ſagte Guſtav zu Benoit;kehren wir nach Frankreich zurück. Ich werde meinen Oheim wieder finden, ohne ihm eine Frau meiner Wahl vorzuſtellen: meiner Treu, ich ge⸗ ſtehe, daß ich mich auf meinen Reiſen nicht ſehr damit beſchäftigt habe, eine zu finden. Es iſt entſchieden, daß ich eine Franzöſin

jeder andern vorziehe: die Italienerinnen ſind zu glühend, die

Spanierinnen zu eiferſüchtig, die Deutſchen zu walzluſtig, die Polinnen zu kalt, die Engländerinnen zu ſentimental. Es iſt