Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

256

ſpielerin mit dem Mann von Haydn und Mozartz o! alsdann

nahm er ſeine Geige und hielt nur noch an, um zu trinken!..

ah! er war ein ſchrecklicher Muſiker!

Guſtav ſchiffte ſich nach England ein. Benoit ließ ſich wäh⸗ rend der Ueberfahrt an ein Brett binden, damit er gewiß war, auf dem Waſſer zu ſchwimmen, wenn das Schiff unterginge. Man kam aber an, ohne einen Sturm erlitten zu haben. Benoit kam mit vier Tagen fortwährenden Erbrechens weg; er behauptete, als er aus dem Schiff ſtieg, daß ſeine Zunge um zwei Zoll länger geworden ſei.

Der Aufenthalt in Großbritannien kann nur einem Manne gefallen, der ſein größtes Vergnügen in Pferderennen, Hahnen⸗ kämpfen, Wetten, Punſch und Plumpudding ſetzt. Ein Franzoſe muß es ſonderbar finden, wenn er beim Nachtiſch alle Frauen⸗ zimmer von der Tafel aufſtehen und die Männer ſich der Ausge⸗ laſſenheit hingeben ſieht, die ihnen der Crambambuli einflößt, ohne das Weggehen des ſchönen Geſchlechts zu bedauern, welches für ſie im Gegentheil das Zeichen zur Luſtigkeit iſt(wenn man über⸗ haupt das Vergnügen, zu trinken, bis man unter den Tiſch fällt, Luſtigkeit nennen kann).

Der junge Reiſende fand die Wahl der engliſchen Spazier⸗ gänge ebenfalls traurig; in den Kirchhöfen geht man mit Vor⸗ liebe ſpazieren und erholt ſich von Arbeit und Geſchäften; in

Wahrheit, die Gottesäcker ſind ſehr ſchön und man liest auf den

Gräbern zuweilen rührende und öfters vriginelle Inſchriften. Allein man muß ein Engländer ſein, wenn ein ſolcher Spaziergang das Gemüth nicht zur Schwermuth ſtimmen ſoll; es iſt ein Gefühl,

das man zuweilen gerne empfindet, dem man ſich aber ohne Ge

fahr nicht zu oft hingeben darf. Guſtav bemerkte, bis zu welchem Punkte dieſes denkende Volk die Aufmerkſamkeit auf Nebendinge und die Genauigkeit in Her⸗

kommensſachen treibt. Man ſpottete in einem glänzenden Cirkel